Privathaftpflichtversicherung

Privathaftpflichtversicherung

Inhaltsverzeichnis:




Was ist eine Haftpflichtversicherung?


Laut Gesetzt haften Sie für
Schäden die Sie anderen zufügen.
Das können Personen-, Sach- oder Vermögensschäden sein (Beispiele dafür finden Sie hier). Die Haftpflichtversicherung leistet bei begründeten Forderungen und wehrt unbegründete Forderungen ab. Durch diese Versicherung sind Sie also vor finanziellen Risiken geschützt. Da die Forderungen schnell Millionenhöhen erreichen können, empfiehlt der Bund der Versicherten hier eine Versicherungssumme von mindestens 10 Millionen Euro.


In welchem Bereich leistet die Haftpflichtversicherung?


Die Privathaftpflichtversicherung (kurz: PHV) leistet im privaten Umfeld. Welcher Personenkreis hier abgesichert ist, hängt vom jeweiligen gewählten Tarif und auch von der Gesellschaft ab – im Single-Tarif ist man als Einzelperson abgesichert, wobei im Familientarif die gesamte Familie Versicherungsschutz genießt (Achtung! Schäden der versicherten Personen untereinander sind nicht versichert.).

 


Es gibt folgende gesonderte Haftpflichtversicherungen für spezielle Risiken:

 

  • Bauherren-Haftpflichtversicherung

Die Haftpflichtversicherung für Bauherren. In einigen Privathaftplichtversicherungen ist diese bereits integriert. Doch Vorsicht!: Nur bis zu bestimmten Bausummen (in der Regel ca. 50.000 Euro). Wer ein komplettes Eigenheim baut oder bauen lässt, benötigt also regelmäßig für diesen Zeitraum eine zusätzliche Bauherren-Haftpflichtversicherung.

 

  • Betriebshaftpflichtversicherung

Notwendig für Schäden im beruflichen Bereich. Hier haftet die PHV nämlich nicht.
Die Prämie für diese Versicherung kann als Betriebsausgabe einfach abgezogen werden und schmälert somit den zu versteuernden Gewinn.

 

  • Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung

Die Gewässerschadenhaftpflichtversicherung (auch oft ‚Öltankhaftpflichtversicherung‘ genannt), schützt den Eigentümer vor Haftpflichtansprüchen, die aufgrund von Umweltschäden erhoben werden, die z.B. durch Auslaufen des eigenen Öltanks entstehen können.

 

  • Haus-und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung

Auch diese Art der Haftpflichtversicherung ist in einigen guten Privathaftpflichtversicherungen bereits enthalten. Ist dies nicht der Fall, sollten Eigentümer unbedingt eine solche abschließen!
Hier sind die meisten Schäden auf dem Grundstück versichert.

 

  • Hundehalter-Haftpflichtversicherung

In der PHV sind nur gezähmte Kleintiere mitversichert. Hierunter zählen z.B. Katzen, Kaninchen oder auch Bienen. Für Schäden, die allerdings ein Hund bei einer anderen Person, deren Sachen oder Vermögen verursacht, ist der Hundehalter immer haftbar. Die Schadenersatzansprüche richten sich also nicht gegen den Hund, sondern immer gegen eine natürliche Person, den Hundehalter.
Zudem ist der Abschluss einer 
Hundehalterhaftpflichtversicherung in einigen Bundesländern seit einiger Zeit Pflicht.
Bei einigen Rassen gibt es aber besondere Vorschriften o. Ausschlüsse zu beachten.

 

  • Pferdehalter-Haftpflichtversicherung

Hier gelten dieselben Regelungen wie bei der Hundehalterhaftpflichtversicherung.

 


Es gibt einige Klauseln die man einschließen könnte. Was bedeuten die überhaupt und welche sind wichtig?

 

  • Forderungsausfalldeckung

Wenn Ihnen jemand einen Schaden zufügt, der nicht über eine Haftpflichtversicherung oder sonstige finanzielle Mittel verfügt, zahlt in diesem Fall Ihre eigene Versicherung den Schaden.
WICHTIG, da man NIE wissen kann, bei wem man Schadensersatzansprüche geltend machen will/muss.

 

  • Gefälligkeitsschäden

Diese liegen vor, wenn Sie jemandem einen Gefallen tun möchten. Das typische Beispiel ist, dass Sie bei einem Umzug helfen und beim Tragen etwas zu Bruch geht. Ohne die Klausel wäre dies nicht abgesichert.

 

  • Deliktunfähige Kinder

Allgemeinhin wird angenommen, dass wenn Eltern eine Haftpflichtversicherung haben, bzw. eine neu abschließen, die Kinder automatisch mitversichert sind. Dies ist grundsätzlich auch der Fall, zumindest im Familientarif. Grundsätzlich – aber eben nicht immer. Sind die Kinder per Gesetz noch deliktunfähig, sollte diese unbedingt separat über einen Zusatzbaustein mitversichert werden.
WICHTIG, wenn kleine Kinder im Haushalt leben.

 

Was sind Personen-, Sach- oder Vermögensschäden?

 

Personenschäden

= Ein Schadenereignis, das den Tod, die Verletzung oder Gesundheitsschädigung von Menschen zur Folge hat.

 

Sachschäden

= Beschädigung oder Vernichtung von Sachen.


Vermögensschäden

= Schäden, die die Einnahmen bzw. das Vermögen von Menschen negativ beeinflussen.

Beispiele:
Echte Vermögensschäden:
Es wird aus Versehen eine Datenbank in einer Firma gelöscht. Daher können die Mitarbeiter ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen. Der Aufwand für die Wiederbeschaffung und der Verdienstausfall verursachen erhebliche Kosten.
Unechte Vermögensschäden (auch Personen-/Sachfolgeschaden genannt):
Nach einem Unfall ist eine Person nicht mehr in der Lage zu arbeiten und wird eine lange Zeit kein Einkommen erwirtschaften können.

 

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